E-Day:16
Security goes International
Anton Emsenhuber, Außenwirtschaftscenter Los Angeles: Drei Faktoren sind für die starke Umwälzung des US-Cybersecurity-Markts verantwortlich. Erstens: die Enthüllungen von Edward Snowden im Jahre 2013 haben das Misstrauen der US-Öffentlichkeit in die US-Regierung verstärkt und den Wunsch nach unknackbaren Verschlüsselungstechnologien geschürt. Zweitens: Cyberattacken gegen alternde Infrastruktur-Einrichtungen (v.a. Energieversorger) zeigen eklatante Sicherheitslücken. Und drittens: die erwartete Proliferation von IoT-Geräten in den kommenden Jahren bei hinterher hinkenden Sicherheitsstandards machen diese zu “Internet of dangerous Things”. Die Folge ist ein Aufblühen von Cybersecurity-Startups. Die Top 10 US-Startups im Cybersecurity-Bereich, großteils in den letzten 2 Jahren gegründet, haben zusammen bereits einen Marktwert von USD 11 Mrd. erreicht. Die Venture Capital Szene finanziert weiterhin verstärkt in diesen Sektor. Auch das mit Cybersecurity befasste US-Heimatschutz-Ministerium (US Department of Homeland Security) sucht aktiv nach Cybersecurity-Technologien im In- und Ausland. Hier gibt es ungenützte Marktchancen für österreichische Firmen.
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Der US-Cybersecurity-Markt befindet sich aufgrund einer Vertrauenskrise in Behörden, anfälliger Infrastrukturen und des wachsenden Internet-of-Things-Marktes in einem starken Umbruch. Dies fördert ein massives Wachstum der Startup-Szene, die verstärkt auf künstliche Intelligenz zur Erkennung von Cyberangriffen setzt. Für österreichische Unternehmen ergeben sich durch diesen Wandel sowie spezielle Vernetzungsinitiativen neue internationale Marktchancen. Zudem reagiert die US-Regierung mit erhöhten Budgets und Programmen zur Technologiekommerzialisierung auf die aktuelle Sicherheitslage.
